Bäcker- und Konditorengenossenschaft · Kühllogistik
Die Bäko Süd-West eG meistert den Spagat zwischen energieintensiver Kühllagerung und dem hohen Ladebedarf ihrer E-Lkw. Das Lademanagementsystem elephi priorisiert den hauseigenen Solarstrom während der Standzeiten, um die Flotte bis zur Abfahrt am frühen Morgen verlässlich und ohne Netzüberlastung aufzuladen.
© Bäko Süd-West eG
| Herausforderung | Mit elephi |
|---|---|
| E-Lkw brauchen viel Leistung bei begrenztem Netzanschluss | Dynamisches Lastmanagement verteilt die verfügbare Leistung zuverlässig |
| Kühllager und Ladeinfrastruktur belasten denselben Anschluss | Gebäudelast wird in die Ladesteuerung einbezogen, keine Überlastung |
| PV-Erzeugung und Ladezeiten müssen aktiv koordiniert werden | Solarstrom wird automatisch während der Standzeiten priorisiert |
Ausgangssituation
Die Bäko Süd-West eG versorgt rund 1.000 Bäcker- und Konditoreifachbetriebe mit Rohstoffen, Zutaten und Halbfertigwaren – pünktlich, flächendeckend, und durchgehend in der Kühlkette. Der Fuhrpark ist dabei das operative Rückgrat: Ohne zuverlässige Zustellung steht die Produktion in den Betrieben still.
Was die Elektrifizierung der Flotte besonders anspruchsvoll macht, ist nicht die Fahrzeugtechnik allein, sondern der Energiehaushalt am Standort. Im Lager sind neben der Kühllagerung 31 Flurförderfahrzeuge und vollautomatische Palettenwender im Einsatz. Lkw und Lager müssen durchgehend gekühlt werden, was einen konstant hohen Grundverbrauch erzeugt. Gleichzeitig erzeugt eine PV-Anlage mit insgesamt 702 kWp Solarstrom direkt am Standort für den Eigenverbrauch. Kühllager, PV-Erzeugung und die Ladeinfrastruktur für schwere E-Lkw teilen sich denselben Netzanschluss und müssen intelligent koordiniert werden.
Hinzu kommt der Zeitdruck: Die Fahrzeuge kehren zwischen 11 und 13 Uhr zurück und starten am nächsten Morgen früh wieder. Das Ladefenster ist eng, die Batterien der schweren eActros-Modelle groß. Wer hier nicht aktiv plant, riskiert entweder Netzüberlastung oder unvollständig geladene Fahrzeuge. Das ist der Punkt, an dem elephi von IO-Dynamics ansetzt.
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Zahlen & Fakten
Ladepunkte
DC bis 400 kW
E-Trucks
Mercedes eActros 400 & 600
PV-Leistung
ca. 80 % Eigenverbrauch am Standort
Zielsetzung: CO₂-Einsparung/Jahr
Gesamtkonzept mit den Pfalzwerken
Projektverlauf
2024
Gemeinsame Planung
IO-Dynamics und die Pfalzwerke, regionaler Energieversorger und Partner für das gesamte Dekarbonisierungskonzept am Standort, haben gemeinsam Ladekonzept, Netzanschluss und Energieflüsse definiert. Ladefenster, PV-Ertragsprognosen und Fahrzeugbedarf wurden von Anfang an koordiniert, die besonderen Anforderungen durch die Kühllagerung flossen direkt in die Steuerungslogik ein.
2025
Inbetriebnahme
Vier Axon Easy 400 wurden installiert und alle E-Trucks in elephi eingebunden. Nach dem Onboarding lief das System von Beginn an vollautomatisch, abgestimmt auf das Energiekonzept der Pfalzwerke, das PV-Anlage und Wärmepumpe umfasst.
Laufend
Vollautomatischer Betrieb
elephi steuert Laden, PV-Eigenverbrauch und Gebäudelast täglich im Zusammenspiel. Jeden Morgen stehen alle Fahrzeuge geladen bereit, ohne dass jemand manuell eingreifen muss.
Wir haben einen energieintensiven Standort, eine Kühlkette die keine Fehler erlaubt und Fahrzeuge die täglich früh startklar sein müssen. elephi erfüllt genau diese Anforderungen – und nutzt dabei noch unseren eigenen Solarstrom.
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elephi im Einsatz
elephi berücksichtigt die PV-Erzeugung am Standort in der Ladeplanung, inklusive einer 24-Stunden-Ertragsprognose. Steht Solarstrom zur Verfügung, wird er bevorzugt zum Laden genutzt: Selbst erzeugter Strom landet direkt in den Fahrzeugbatterien, bevor Netzstrom bezogen wird.
Der Standort der Bäko Süd-West ist energetisch komplex: PV-Anlage, Kühllagerung und Ladeinfrastruktur laufen parallel. elephi behält den Gesamtverbrauch aller Systeme im Blick und koordiniert die Ladevorgänge dynamisch. Der Strom kommt immer dort an, wo er gerade benötigt wird.
Kühllager und Ladeinfrastruktur nutzen denselben Netzanschluss. elephi überwacht die Gesamtlast am Standort in Echtzeit und verteilt die verfügbare Leistung so auf die Ladepunkte, dass selbst beim gleichzeitigen Laden aller E-Lkw weder Netzüberlastungen noch Engpässe entstehen.
Die Einsatzplanung der Fahrzeuge erfolgt direkt über elephi. Das System übernimmt die Buchungsdaten in die Ladeplanung und priorisiert nach dem Prinzip: Wer früher fährt, lädt früher. Jedes Fahrzeug steht zum geplanten Abfahrtszeitpunkt mit der benötigten Reichweite bereit.
Ergebnisse
Zuverlässigkeit & Einsatzbereitschaft
Alle E-Trucks stehen täglich ab 4:00 Uhr verlässlich startklar bereit
Energieeffizienz & Eigenverbrauch
Automatisierte Priorisierung von Solarstrom senkt den Netzbezug
Kosteneffizienz
Lastspitzen werden verhindert, ein kostenintensiver Netzausbau entfällt
Seit Inbetriebnahme läuft die Ladeplanung am Standort Edingen-Neckarhausen vollautomatisch. Die Disposition plant den Fahrzeugeinsatz, elephi übernimmt die Priorisierung und Steuerung der Ladevorgänge, ohne dass jemand täglich eingreifen muss. Alle Fahrzeuge stehen morgens geladen bereit, die Kühlkette bleibt vom ersten Kilometer an lückenlos stabil.
Der selbst erzeugte Solarstrom kommt heute vollständig dem Standort zugute. elephi sorgt dafür, dass er beim Laden der Fahrzeuge priorisiert wird, immer dann, wenn die Lkw am Hof stehen und die PV-Anlage produziert. Das reduziert den Anteil extern bezogenen Netzstroms und senkt die laufenden Energiekosten.
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