
Kommunale Entsorgungslogistik kennt keinen Spielraum. Touren starten früh, Zeitfenster sind eng und ein Fahrzeug, das morgens nicht bereitsteht, bringt den ganzen Tag durcheinander. Das Team Sauberes Karlsruhe, Eigenbetrieb der Stadt Karlsruhe, hat die Elektrifizierung seiner rund 50 Fahrzeuge starken Flotte der Entsorgungslogstik konsequent begonnen. Die Ladeinfrastruktur hat SPL Powerlines geplant und errichtet, als zentrales Steuerungssystem kommt elephi von IO-Dynamics zum Einsatz. Was täglich funktionieren muss, muss täglich geplant sein.
Das Team Sauberes Karlsruhe hat den Schritt zur Elektromobilität nicht unvorbereitet gemacht. Der eEconic wurde vor dem Serieneinsatz über ein Jahr im Praxisbetrieb erprobt: rund 80 km tägliche Strecke, bis zu 60 Stopps, innerstädtischer Sammelbetrieb. Das Ergebnis überzeugte auf ganzer Linie. Heute sind acht Mercedes-Benz eEconic regulär im Einsatz und übernehmen einen festen Teil der Entsorgungstouren in Karlsruhe. Am Depot versorgen acht Kempower Control Units in Kombination mit zwei Power Units die Flotte, errichtet von SPL Powerlines und von Anfang an auf den geplanten Ausbau ausgelegt.
„Kommunale Entsorgungsflotten haben klare Anforderungen an die Ladeinfrastruktur: hohe Verfügbarkeit, robuste Technik und die Fähigkeit, mit der Flotte zu wachsen. Genau das haben wir in Karlsruhe umgesetzt", sagt Jean-Marie Gerbaulet, Projektleiter, SPL Powerlines.
Jeden Morgen vollgeladen, pünktlich, einsatzbereit: elephi stellt den elektrischen Betrieb der Entsorgungsflotte des Team Sauberes Karlsruhe sicher. Die Plattform kennt jeden Truck, jeden Tourplan und jeden Abfahrtszeitpunkt und plant die Ladevorgänge entsprechend: Fahrzeuge mit frühen Touren werden priorisiert, spätere Einsätze zeitlich gestreckt und batterieschonend geladen.
Dabei übernimmt elephi auch das Lastmanagement am Depot. Wenn viele Fahrzeuge in einem engen Zeitfenster laden, entstehen ohne intelligente Steuerung schnell Lastspitzen, die den Netzanschluss belasten und Kosten treiben. elephi verteilt die Ladevorgänge so, dass die verfügbare Netzkapazität jederzeit ausgereizt, aber nie überschritten wird. Lastspitzen entstehen gar nicht erst.
Der eEconic verfügt über eine fahrzeugeigene Vorkonditionierung, die die Batterie kurz vor Tourstart auf Betriebstemperatur bringt und damit auch im Winter die volle Reichweite sichert. Da dieser Prozess selbst Energie zieht, kalkuliert elephi ihn von vornherein ein: Jeder Truck steht auch danach vollgeladen bereit. Die am Standort vorhandene PV-Anlage wird im nächsten Schritt eingebunden, damit lokal erzeugter Solarstrom direkt in die Flotte fließt.
„Eine elektrische Entsorgungsflotte funktioniert nur, wenn das Laden funktioniert. Mit elephi haben wir ein System, das morgens jedes Fahrzeug einsatzbereit übergibt und uns gleichzeitig die Energie am Depot kontrollieren lässt. Genau diese Verlässlichkeit brauchen wir im täglichen Einsatz", erläutert Dennis Egen, Abteilung Mobilität, Team Sauberes Karlsruhe.
Was in Karlsruhe heute mit acht Fahrzeugen zuverlässig funktioniert, ist als Grundlage gedacht, nicht als Endpunkt. Bis Jahresende wächst das Depot auf 19 Fahrzeuge und um weitere zwölf Ladepunkte auf insgesamt 20 Ladepunkte an. elephi wächst mit, ohne dass die Steuerungslogik neu aufgesetzt werden muss. Das langfristige Ziel von TSK ist klar: Bis 2035 soll der gesamte Fuhrpark auf alternative Antriebe umgestellt sein.
„Entsorgungslogistik ist ein anspruchsvollster Anwendungsfall für elektrische Nutzfahrzeuge. Feste Touren, enge Zeitfenster, hoher Energiebedarf und das jeden Tag. Karlsruhe zeigt, dass genau das funktioniert, wenn Lademanagement und Betriebsplanung wirklich zusammenspielen. Für andere kommunale Betriebe, die diesen Schritt planen, ist das ein starkes Signal", sagt Johann Olsen, CEO und Co-Founder, IO-Dynamics.
Karlsruhe zeigt, wie kommunale Elektrifizierung in der Praxis aussieht, wenn sie richtig gemacht wird: schrittweise, planbar, ohne Mehraufwand. Was hier funktioniert, lässt sich übertragen. Und elephi sorgt dafür, dass die Steuerung dahinter mitläuft.
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