Behrens-Gruppe elektrifiziert Schwerlastflotte mit Lademanagement von IO-Dynamics und FIRMENLADEN

Behrens-Gruppe elektrifiziert Schwerlastflotte mit Lademanagement von IO-Dynamics und FIRMENLADEN

Die Behrens-Gruppe treibt die Elektrifizierung ihres Lkw-Fuhrparks konsequent voran. An vier Standorten betreibt das Unternehmen aktuell zwölf vollelektrische MAN eTGX und gehört damit zu den wenigen Holzgroßhändlern in Deutschland, die schwere Transportlogistik bereits heute elektrisch abwickeln. Dass das funktioniert, ist kein Zufall: Es braucht die richtige Infrastruktur, die passende Software und Partner, die den Weg mitgehen. Genau das zeigt das gemeinsame Projekt von IO-Dynamics, FIRMENLADEN und der Behrens-Gruppe.

Pionierarbeit im elektrischen Schwerlastverkehr

Der Schritt in den elektrischen Schwerlastbetrieb ist für viele Unternehmen noch Zukunftsmusik. Die Behrens-Gruppe hat ihn bereits vollzogen und dabei von Anfang an auf eine solide technische und strategische Grundlage gesetzt. In Zusammenarbeit mit Partnern wie MAN und dem Fraunhofer-Institut wurden frühzeitig neue Konzepte erprobt, um Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit von E-Lkw unter realen Bedingungen zu bewerten. Diese Erfahrungen fließen direkt in den heutigen Betrieb ein. FIRMENLADEN hat dafür neun Alpitronic Hypercharger HYC400 aufgebaut und verantwortet deren laufenden Betrieb vor Ort, sodass die Fahrzeuge jederzeit zuverlässig mit Energie versorgt werden.

„Schwere E-Flotten stellen völlig andere Anforderungen an die Ladeinfrastruktur als Pkw oder leichte Nutzfahrzeuge. Was wir gemeinsam mit der Behrens-Gruppe aufgebaut haben, ist kein Pilotprojekt mehr. In Kombination mit der intelligenten Steuerung durch IO-Dynamics entsteht daraus ein System, das im Alltag wirklich funktioniert. Wir sind stolz, diesen Weg gemeinsam zu gehen", sagt Johann Kaemmer, CCO von FIRMENLADEN.

Intelligente Steuerung als entscheidender Faktor

Für die intelligente Steuerung des gesamten Ladebetriebs sorgt elephi, das Lade- und Energiemanagementsystem von IO-Dynamics. elephi denkt nicht nur mit, sondern voraus: Die Software von IO-Dynamics weiß, welches Fahrzeug wann abfahren muss, wann es zuletzt geladen wurde, wie viel Energie noch im Akku ist und wie viel Kapazität der Netzanschluss gerade hergibt. An allen Standorten arbeitet elephi mit Fahrzeugbuchungen: Wer erst am nächsten Tag fährt, wird batterieschonend und zeitlich gestreckt geladen. Wer früh raus muss, bekommt Priorität. Lastspitzen werden aktiv gekappt, bevor sie entstehen.

Am Standort Rothenburg wird zusätzlich eine PV-Anlage mit 400 kWp in die Ladeplanung eingebunden. Lokal erzeugter Solarstrom fließt so direkt und priorisiert in den Ladebetrieb ein und senkt die Energiekosten spürbar. Am Standort Großenhain stellte der Netzbetreiber besondere Anforderungen an die Blindleistungsregelung der Ladeinfrastruktur. Um diese zu erfüllen, konfigurierte das IO-Dynamics-Team einen Phoenix Contact Regler und integrierte ihn direkt in das Gesamtsystem. Ein Beispiel dafür, wie individuelle technische Anforderungen im Betrieb gelöst werden können, ohne den Gesamtbetrieb zu beeinträchtigen.

Was dabei entsteht, ist kein starres System, sondern eines, das mit der Flotte wächst.

„Für uns war entscheidend, dass der Ladebetrieb nicht nur funktioniert, sondern mit unserem Wachstum mitwachsen kann", sagt Julian Loh, Projektmanagement bei der Behrens-Gruppe. „Wir benötigen Transparenz über alle Standorte hinweg und die Sicherheit, dass unsere Fahrzeuge zuverlässig geladen zur Verfügung stehen. Mit der zentralen Steuerung von elephi haben wir genau diese Planbarkeit erreicht."

Skalierbare Basis für weitere Elektrifizierung

Skalierbarkeit war von Anfang an eine der zentralen Anforderungen. Neue Standorte, zusätzliche Fahrzeuge, weitere Ladepunkte: elephi wächst mit, ohne dass die Steuerungslogik neu aufgesetzt werden muss. Das macht die Lösung nicht nur für den heutigen Betrieb relevant, sondern zur Grundlage für alles, was noch kommt.

„Die Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge ist immer ein Zusammenspiel aus Fahrzeug, Infrastruktur und Energie", erklärt Johann Olsen, Geschäftsführer von IO-Dynamics. „Erst wenn diese drei Komponenten intelligent vernetzt sind, entsteht ein System, das im Alltag wirklich trägt. Das Projekt mit der Behrens-Gruppe und FIRMENLADEN zeigt, dass elektrischer Schwerlastbetrieb heute keine Ausnahme mehr ist, sondern funktioniert und skaliert."

Die Behrens-Gruppe beweist mit jedem weiteren Kilometer, dass Wirtschaftlichkeit und Dekarbonisierung in der Logistik kein Widerspruch sind. Mit der richtigen Ladeinfrastruktur und Software gehen beide Hand in Hand.

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