Wie sich die Sektorenkopplung auf den Verkehrssektor auswirkt.

Wie sich die Sektorenkopplung auf den Verkehrssektor auswirkt.

Der Grundgedanke der Sektorenkopplung ist es, die bisher meist getrennt betrachteten Sektoren Strom, Wärme, Verkehr und Industrie zu verbinden und dadurch einen entscheidenden Beitrag zu leisten, CO2-Emissionen zu reduzieren und die angestrebten Klimaschutzziele zu erreichen. So hat sich in den letzten Jahren der Begriff der Sektorenkopplung immer mehr in der Energie- und Klimapolitik verfestigt. Vor allen Dingen die Sektoren Wärme, Verkehr und Industrie werden im Gegensatz zur Strombranche maßgeblich von fossilen Energieträgern dominiert, weshalb hier verstärkt auf erneuerbare Energien umgestellt werden soll. Darüber hinaus bezieht sich die Sektorenkopplung auf eine bestmögliche Verknüpfung innerhalb der Sektoren. Ein integriertes Energiemanagement sorgt dafür, dass alle Komponenten in einem Sektor optimal aufeinander abgestimmt sind.

iStock 1293642400

Die CO2-Reduktion im Verkehrssektor vorantreiben

Power-to-Mobility ist ein spezieller Energiewandlungspfad innerhalb der Sektorenkopplung, wobei regenerativ erzeugter Strom explizit im Verkehrssektor eingesetzt wird. In Zukunft wird dieser Bereich immer mehr und mehr durch E-Mobilität abgedeckt sein. Durch das E-Auto werden auf diese Weise die Sektoren Strom und Verkehr gekoppelt. Im Vergleich zu Fahrzeugen mit konventionellen Kraftstoffen, sind E-Autos deutlich effizienter. Währenddessen Dieselmotoren einen Wirkungsgrad von maximal 45 Prozent aufweisen, besitzen Elektromotoren sowie die Elektronik und der Batteriespeicher eines E-Autos einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent. 

"Im Vergleich zum Diesel stößt ein EV nur etwa die Hälfte an CO2 pro km aus, wenn der EU-Strommix zugrunde gelegt wird. Durch die direkte Nutzung von physikalischem Windstrom anstatt des Strommixes wird die CO2-Bilanz gegenüber konventionellen Kraftstoffen nochmals deutlich verbessert" (NOW GmbH).

Die Funktionsweise der Sektorenkopplung ist in einem sogenannten Smart Grid am effizientesten, in welchem ein Energiemanagement für die Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern, Speichern und E-Fahrzeugen verantwortlich ist. Indem Ladevorgänge gezielt gesteuert werden, kann genau dann geladen werden, wenn regenerative Anlagen Strom produzieren. Auf diese Weise kann der Bedarf von Strom aus fossilen Kraftwerken reduziert und die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien gesteigert werden. Dies ist vor allem für die Eigenverbrauchsquote von PV-Anlagen von Bedeutung, da diese oft aufgrund fehlender Stromnachfrage abgeriegelt werden müssen.

Dem Konzept der Sektorenkopplung wird im Zeitalter der Elektromobilität eine immer höhere Bedeutung entgegengebracht. Es trägt nicht nur dazu bei, dass der Energieverbrauch der E-Fahrzeuge gesenkt wird, sondern sorgt auch dafür, dass wir dem Schritt zur Energiewende immer näher kommen.


Quelle: NOW GmbH (2019): "Energiewende im Verkehr im kommunalen Umfeld: Kopplung der Sektoren Verkehr und Strom für Kommunen, Stadtwerke, Verteilnetzbetreiber und Verkehrsunternehmen".

1 Kommentar

  • Auf den Punkt gebracht!

Was denkst du?